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Tierische Gedankenwelten
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Jungblut: Sie
denken so komplex, wie es für das Überleben ihrer
Spezies nötig ist. Sie denken nicht wie Menschen. Und
vermutlich sehen sie die Welt auch nicht so wie wir, sondern
vielleicht als Striche und unterschiedlich helle Lichtfahnen
oder - unvorstellbar für uns - noch weit anders. |
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| White: Dennoch:
Selbst von Gorillas, Schimpansen und Rhesusaffen glaube ich
nicht, dass sie Gedanken haben, die in irgendeiner Weise mit
unseren vergleichbar sind. |
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Jungblut: Den
Terminus "menschliche Gedanken" benutzen wir meist
nur, um uns selbst zu bestätigen, dass wir das führende
Lebewesen auf Erden sind. Diese Arroganz anderen Kreaturen
gegenüber hat sich besonders durch das Christentum verbreitet
und über viele Jahrhunderte der Wissenschaften bemächtigt.
Bei so genannten Naturvölkern, nehmen wir einmal die
australischen Aborigines, würde niemand auf die Idee
kommen, ein Krokodil für dümmer als den Menschen
zu halten. Diese Völker hatten nie die Idee der Überlegenheit.
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| White: Ich
will nicht das Wort "Gedanken" breit treten. Ich
stimme Ihnen zu, dass diese Tiere ein Bewusstsein haben. Das
heißt lediglich, dass sie ihre Umgebung erkennen und
darüber ein Wissen entwickeln. Sogar eine Ameise kann
es. Dass wir dennoch den Tieren überlegen sind, liegt
daran, dass wir auch nicht offensichtliche Zusammenhänge
erkennen und über andere Kreaturen sprechen können,
wozu diese nicht fähig sind. |
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Jungblut: Woher
wissen Sie das? Die haben vermutlich ganz andere Wege und
Methoden zu kommunizieren - in einer eigenen, ihren Lebensverhältnissen
entsprechenden Weise, die uns verschlossen ist. Vielleicht
haben sich sogar Ihre Rhesusaffen lange über "diesen
Professor White" ausgetauscht, während sie in den
Käfigen auf die Operation warten mussten. |
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| White: Köstlich.
Und Sie meinen jetzt sicher, dass sie sich böse über
mich geäußert haben. |
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Jungblut: Nein,
nein, sie fanden es ehrenvoll, für Belange der Menschen
sterben zu dürfen. |
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